EXIF entfernen
Sieh, was deine Fotos über dich verraten — GPS-Koordinaten, Kameramodell, exakter Zeitstempel — und entferne es. 100 % im Browser. Die Datei verlässt dein Gerät nie.
Was ist EXIF und warum kümmert's mich?
Jedes Foto vom Handy oder von der Kamera trägt einen Block versteckter Daten — EXIF-Metadaten — neben den Pixeln in der Datei. Die meisten sehen sie nie. Trotzdem sind sie da: GPS-Koordinaten (oft auf wenige Meter genau), der exakte Sekunden-Timestamp deiner Geräteuhr, Marke und Modell, Objektiv, manchmal dein Name aus dem „Owner"-Feld der Kamera. Lädst du die JPG in ein Forum hoch oder schickst sie per Messenger, geht das alles mit — sofern die Plattform es nicht zufällig strippt.
Dieses Tool liest EXIF direkt im Browser (kein Upload — JavaScript auf der Seite parst die Bytes), zeigt dir, was drinsteckt, und bietet einen Ein-Klick-Download derselben Datei ohne Metadaten. Das Original verlässt dein Gerät nie.
Was wird tatsächlich preisgegeben
- GPS-Koordinaten. Standortdienste an = Breite/Länge eingebrannt. Sechs Nachkommastellen sind ca. 11 cm Präzision — genug, um deine Wohnadresse zu identifizieren.
- Datum und Uhrzeit. Sekundengenau, in der lokalen Zeitzone der Kamera.
- Kameramodell + Seriennummer. Manche Kameras betten eine Seriennummer ein, die mehrere Fotos demselben Body zuordnet.
- Objektiv, Blende, ISO, Brennweite. Für Fotografen nützlich; harmlos.
- Bearbeitungssoftware. „Photoshop CC 2023" zeigt, dass das Bild bearbeitet wurde, ggf. mit Editor-Identität.
- Owner / Künstler / Copyright. Manche Kameras erlauben Default-Namen, der bei jedem Bild mitreist.
Wann strippen
- Bevor du ein Foto von Zuhause, Arbeitsplatz oder einem Ort postest, der nicht auf einer Karte landen soll.
- Bevor du „Wo ich das fotografiert habe"-Bilder öffentlich teilst und nicht verraten willst, wo du wohnst.
- Beim Versand an Journalist:innen, Anwält:innen, Support-Gruppen — alles mit Sensibilität.
- Whistleblower-/Quellen-Schutz: Metadaten entfernen, bevor Bildbeweise hochgeladen werden.
- Beim Verkauf auf Kleinanzeigen-Portalen — das Couch-Foto kann deine Adresse verraten.
Was das Tool tut und nicht tut
- Tut: Liest EXIF aus JPGs. Zeigt GPS, Kamera, Zeitstempel, Objektiv, Software. Re-emittiert das JPG ohne APP1 (EXIF), APP13 (Photoshop IRB / IPTC), APP14 (Adobe).
- Tut: Läuft komplett im Browser. Nichts wird hochgeladen. Es entsteht nie ein Serverlog.
- Tut nicht: RAW-Formate (CR2, NEF, ARW) — dafür braucht es Desktop-Tools. PNG und WebP tragen selten EXIF.
- Tut nicht: In den Pixeln eingebrannte Daten entfernen (sichtbarer Zeitstempel, Wasserzeichen).
- Tut nicht: Das JPG neu kodieren. Pixeldaten sind byteidentisch; nur Metadaten-Segmente fallen weg — keine Qualitätseinbuße.
Häufige Stolpersteine
- Soziale Netzwerke unterscheiden sich. Facebook/Twitter strippen beim Upload; Image-Hoster und persönliche Blogs oft nicht. Jede Plattform als nicht vertraut behandeln, bis getestet.
- Screenshots haben meist kein EXIF. Das Tool sagt dir, wenn schon sauber.
- Cloud-Sync behält das Original. Strippen einer heruntergeladenen Kopie ändert das iCloud-/Google-Photos-Original nicht.
- Thumbnails können überleben. Manche Software speichert ein kleines JPEG-Preview innerhalb EXIF; dieses Tool wirft den ganzen EXIF-Block weg, also auch das Preview.