MwSt.-Rechner
Mehrwertsteuer für jedes EU-Land, UK, die Schweiz und mehr berechnen — mit aktuellen 2025-Sätzen inkl. Reformen, die viele Tools übersehen. Regel-, ermäßigte und Null-Sätze.
Was ist die Mehrwertsteuer und wie funktioniert sie?
Die Mehrwertsteuer (MwSt., Umsatzsteuer) ist eine Verbrauchssteuer, die auf jeder Stufe der Lieferkette auf den Mehrwert erhoben wird. Unternehmen erheben MwSt. auf Verkäufe (Ausgangs-USt.), ziehen die MwSt. aus Eingangsrechnungen ab (Vorsteuer) und zahlen die Differenz ans Finanzamt.
Zwei Zahlen pro Rechnungszeile zählen:
- Netto — Preis vor MwSt. (Umsatz).
- Brutto — Preis inkl. MwSt. (Kundenpreis).
Bei Brutto-Eingabe wird die MwSt. herausgerechnet: netto = brutto / (1 + Satz). Bei Netto-Eingabe wird sie aufgeschlagen: mwst = netto × Satz.
Wann dieses Tool — und wann das Buchhaltungssystem?
Schnellprüfung statt Buchhaltung. Geeignet für:
- Plausibilitätskontrolle einer Rechnungszeile vor dem Versand.
- Umrechnung eines Endkundenpreises in den Nettowert für Margenrechnungen.
- Preisvergleich über Länder mit unterschiedlichen Sätzen hinweg.
- Prüfen, wie sich eine aktuelle Reform tatsächlich auf den eigenen Standardumsatz auswirkt.
Nicht geeignet für: USt.-Voranmeldungen, OSS/MOSS, anteiligen Vorsteuerabzug oder rechtliche Einordnung der korrekten Kategorie — das gehört in die Buchhaltungssoftware bzw. zum Steuerberater.
Zur Datenbasis
Die Sätze stammen aus den offiziellen Veröffentlichungen der jeweiligen Steuerbehörden, Stand wie unter dem Ergebnis angezeigt. Anders als die meisten Online-Rechner berücksichtigt das Tool auch Reformen aus 2024 / 2025:
- Slowakei: Regelsatz von 20 % auf 23 % zum 1. 1. 2025.
- Tschechien: ermäßigte Sätze 15 % und 10 % auf einheitlich 12 % zum 1. 1. 2024 zusammengelegt.
- Estland: Regelsatz auf 24 % zum 1. 7. 2025.
- Finnland: Regelsatz von 24 % auf 25,5 % zum 1. 9. 2024.
- Schweiz: Regelsatz von 7,7 % auf 8,1 % zum 1. 1. 2024.
Ob eine konkrete Leistung in einen ermäßigten Satz fällt, regelt das nationale Recht — die Notizen sind ein Hinweis, keine Auskunft.
Häufige Stolperfallen
- Brutto minus % ≠ Netto. 100 brutto mit 23 % MwSt. ergibt 81,30 netto, nicht 77,00.
- Reverse-Charge verschiebt die Steuerschuld bei B2B-EU-Leistungen oft auf den Empfänger.
- OSS-Schwelle (10 000 € p. a.) für B2C-Lieferungen ins EU-Ausland — danach gilt der Satz des Bestimmungslandes.
- Kleinunternehmer liegen unter der Registrierungsgrenze und weisen keine MwSt. aus.
- Rundungsregeln unterscheiden zwischen Posten- und Belegrundung — innerhalb einer Rechnung konsistent bleiben.